Das heute verwendete Material der Kreditkarte ist Plastik, zumeist PVC. Die Karte wird im Format einer Scheckkarte (nach ISO 7810) hergestellt. Auf der Ansichtsseite einer Kreditkarte sind die Kartendaten erhaben geprägt (die so genannte Hochprägung). Diese Hochprägung gibt es nur bei einigen Prepaid- und Debit-Karten nicht.
Die Prepaid-Karten besitzen ein Guthaben, das vorher auf ein begleitendes Konto eingezahlt werden muss und haben eben in den meisten Fällen keine erhabene Prägung. Sie können aber überall da genutzt werden, wo man Kreditkarten akzeptiert, teilweise aber nicht in manchen Branchen, wie beispielsweise der Autovermietung. Die Kreditkarten ohne Hochprägung können deshalb nicht überzogen werden, weil diese Hochprägung mit den so genannten Imprintern (im Volksmund meist „Ritschratsch-Geräte” genannt), gelesen beziehungsweise auf einen Beleg übertragen werden können muss, was bei den Prepaid-Karten nicht geht.
Die Imprinter belasten die Kreditkarte nicht sofort, sondern erst, wenn die mit den Kartendaten bedruckten Transaktionsbelege vom Verkäufer bei der Kartengesellschaft eingereicht werden.
Jede Kreditkarte trägt auf der Rückseite die persönliche Unterschrift des Karteninhabers und häufig eine so genannte Kartenprüfnummer (diese befindet sich bei Karten von American Express auf der Vorderseite). Zudem hat sie auf der Rückseite einen Magnetstreifen, auf dem die Kartendaten gespeichert sind.
Seit 2004 werden von einigen Banken und Sparkassen auf der Vorderseite auch Chips angebracht, zusätzlich zum Magnetstreifen, die mittelfristig den Magnetstreifen ersetzen sollen.
Ab 2010 werden wohl alle deutschen Kreditkarten (Mastercard, Visa, American Express) einen EMV-Chip bekommen, auch um die so genannte SEPA-Kompatibilität zu erreichen. Die dazugehörige Spezifikation nennt sich EMV, „Europay, MasterCard, Visa”.
Noch eine weitere Neuerung, die der Erhöhung der Sicherheit dient, ist der Hologramm-Magnetstreifen. Die neuesten Mastercard- und VISA-Karten tragen jetzt kein Hologramm mehr auf der Vorderseite, sondern als Neuerung einen Magnetstreifen, der selbst ein Hologramm ist.
Das neue Karten-Design wurde von Visa zusammen mit der Einführung ihres neuen Logos angeregt und eingeführt und kurz darauf von MasterCard übernommen.
Durch stetig zunehmende Kreditkarten- und Vertragspartneranzahl, wie auch durch stark ansteigende Transaktions- und Umsatzvolumenzahlen musste die Abwicklung des Kreditkartengeschäfts zur Bewältigung der anfallenden Aufgaben immer wieter automatisiert werden.
Bei den Vertragspartnern geschah dies durch die Installation von so genannten POS Point of Sale)-Terminals, die Kreditkarten akzeptieren, und bei den „In-House-Operations”, also den Kreditkartengeschäften die von Zuhause durchgeführt werden, beispielsweise Online-Geschäfte im Internet, durch Einsatz von modernster Hard- und Software.
Nicht nur die POS-Terminals, auch die internen Datenverarbeitungssysteme haben nicht ausschließlich zu einer effizienteren Abwicklung der gesamten Transaktionen beitragen, sondern gleichzeitig auch die Sicherheit auf einen hohen Standard gebracht, wie sie bei einem internationalen Massenzahlungssystem von besonderer Bedeutung ist.
Als nächster Schritt wird die Ausstattung der Kreditkarten mit einem Chip auf Basis der EMV-Spezifikationen folgen. In der Kombination mit EMV-fähigen POS-Terminals soll dann eine Fälschung von Kreditkarten praktisch nicht mehr möglich sein. Das kann dann auch die Grundlage für neuartige Kreditkarten sein, die Transaktionen, die auf einer geleisteten Unterschrift basieren, auf solche Transaktionen umstellen, die auf einer PIN basieren.
Linkpartner:
Bernstein - Kredit ohne Schufa -