Die verschiedenen Kreditkarten

Letztendlich teilen sich bisher vier Gesellschaften, die Kreditkarten ausgeben, den kompletten europäischen Markt:

„American Express” und „Diners Club” werden von eigenen Kartengesellschaften ausgegeben.

„MasterCard” und „Visa” hingegen von Banken, die mit Kreditkartenorganisationen zusammen arbeiten.

Bei der echten oder klassischen Kreditkarte bekommt der Karteninhaber eine monatliche Abrechnung über sämtliche mit der Karte getätigten Umsätze, also den Einkauf von Waren wie z. B. im Leuchten Shop oder die Zahlung von Dienstleistungen zum Beispiel bei einer Kanalsanierung. Diese Rechnung kann der Karteninhaber entweder sofort begleichen oder auch in Raten abzahlen.

Die letztere Möglichkeit, ein so genannter Revolving Credit, wurde bislang vornehmlich im anglo-amerikanisch geprägten Raum durch Kreditinstitute angeboten, mittlerweile bekommt er jedoch auch in Deutschland immer stärkeren Zuspruch. So dient die Kreditkarte letztendlich auch noch als Finanzierungsinstrument, denn man muss nicht die nötigen Geldreserven zur Verfügung haben, sondern kann die vorgegebene Kreditlinie des Kartenherausgebers ausnutzen. Die Rückzahlung erfolgt flexibel, da eigentlich nur monatliche Mindestraten vorgeschrieben sind.

Bei der Chargekarte erhält der Karteninhaber monatlich eine Rechnung, die entweder sofort oder innerhalb einer Frist von bis zu 30 Tagen beglichen werden muss, Zinsen werden auch bei einem Zahlungsziel generell nicht berechnet. Für den Zeitraum zwischen der Bezahlung einer Ware und der Fälligkeit der Rechnung wird dem Karteninhaber also ein zinsloser Kredit mit sehr kurzer Laufzeit eingeräumt.

Die so genannte Daily-Chargekarte ist aus den Funktionen einer Charge- und einer Debitkarte kombiniert. Bei ihr erfolgt die Abrechnung über ein banktechnisches Kartenkonto, das vom Karteninhaber im Guthaben geführt werden kann. Zusätzlich wird dem Karteninhaber aber auch ein monatlicher Kreditrahmen eingeräumt. In der Zeit,in der auf dem Konto ein Guthaben verfügbar ist. werden die Kartenumsätze dem Konto sofort belastet. Ist das Guthaben auf dem Konto aber aufgebraucht, kann dann der zusätzlich gewährte Kreditrahmen genutzt werden. Nach erfolgter Monatsabrechnung werden alle im Soll stehenden Beträge sofort vom Referenzkonto des Karteninhabers (im Normalfall ein Girokonto) per Lastschrift eingezogen. Damit fallen, im Gegensatz zum „Revolving Credit” der Chargekarten, keine Verzugszinsen an.

 

 

 

 

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