Visa-Kreditkarten dagegen haben ihren Ursprung in der „BankAmericard”, die erstmals im Jahr 1958 von der „Bank of America” ausgegeben wurde. Ab demJahr 1966 vergab die Bank of America Lizenzverträge an andere Banken in den USA und auch in anderen Ländern. Im Jahr 1970 wurde diese Kreditkarte erst national und dann im Jahr 1974 auch international unter dem Namen „Ibanco” verselbständigt, dabei waren alle bisherigen Mitgliedsbanken weiterhin vertreten. Dann übernahm im Jahr 1977 Ibanco die Bezeichnung Visa für alle ihre Kreditkarten und Aktivitäten.
MasterCard International und auch Visa International sind heute keine reinen Bankkreditkartengesellschaften mehr. Sie sind auch im Debitkartengeschäft (MasterCard mit Maestro / MasterMoney / MasterCard Electronic beziehungsweise Visa mit Interlink / VisaCheck / Visa Electron) und Geldausgabeautomaten (Cirrus / Plus) sehr aktiv.
Ziemlich spät die „JCB Card” zu den Kreditkartengesellschaften mit internationalem Anspruch dazu. Erst im Jahr 1981 entschied sich die, bis zu diesem Zeitpunkt nur in Japan aktive Kreditkartengesellschaft mit einem Volumen von mehr als 4 Mio. Kreditkarten und mit über 300.000 Vertragspartnern, international zu agieren.
Im Jahr 1982 begann JCB das Vertragspartnernetz stetig auch außerhalb Japans auszubauen. Die ersten Vertragspartner für die JCB Card wurden im östlichen Raum, in Singapur, in Hongkong, in Taiwan und in Hawaii akquiriert. Mit dieser Methode folgte man dem Striom der japanischen Touristen, die dadurch mit ihrer gewohnten Karte in ihren bevorzugten Ländern bargeldlos reisen konnten.
Anschließend verstärkte man die Kreditkartenausgabe, teilweise über Partnerbanken, in den Ländern, in denen viele Japaner lebten. Die JCB ist heute weltweit zu finden, doch meist nur da, wo häufig japanische Kunden auftreten.
Die ehemals großen Unterschiede zwischen Bankkreditkarten und den Travel- und Entertainment-Kreditkarten sind im Laufe der Jahre weitestgehend verschwunden und die Unterscheidung ist nahezu überflüssig geworden.