Das Angebot der verschiedenen Kreditkarten ist von Land zu Land anders und hat sich im Laufe der Zeit auch verändert.

Zum Beispiel werden in verschiedenen Ländern, in denen es keine einfache und günstige Möglichkeit für die Aufnahme eines Privatkredits zur Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe gibt, bei den Kreditkarten neben ihren eigentlichen Funktionen für Zahlung und Bargeldabhebung auch zusätzlich revolvierende Kredite angeboten. Dies ist beispielsweise in den USA, in Großbritannien oder in Australien der Fall. Dort, wo die Möglichkeit einer kurzfristigen Geldbeschaffung für die Überbrückung eines finanziellen Engpasses beispielsweise durch die Möglichkeit der Überziehung des Girokontos gegeben ist, wie zum Beispiel in Deutschland, kommt dieser Gesichtspunkt für eine Kreditkarte nicht oder fast nicht zum Tragen.

Am Anfang gab es eigentlich nur eine Art von Kreditkarten. Mittlerweile hat sich die Produktpalette in diesem Bereich im Laufe der Jahre stark erweitert und auch verfeinert. Beinahe überall gibt es die Kreditkarte nun als „Classic Card” mit einem Standardangebot an Kartenleistungen, eine „Gold Card” erweitert das Angebot mit besonderen Zusatzleistungen und die „Business Card” ist eine Kreditkarte, die zu Lasten der den Antrag mit stellenden Firma, meist mit speziellen Abrechnungsfunktionen, abgerechnet wird.. Neuerdings gibt es darüber hinaus Kreditkarten, die einen noch größeren Leistungsumfang als die „Gold Card” bieten, meistens sind sie als „Platinum Card” bezeichnet. Eine Voraussetzung für eine „latinum Card” ist meist ein Einkommen von über 100.000 US-Dollar jährlich.

American Express brachte letztendlich auch noch die „Centurion Card” auf den Markt, die eigentlich mehr eine „Zurschaustellung” der Zugehörigkeit zu einer absolut gehobenen Klientel ist.. Daraufhin brachte Mastercard die „World Signia”, welche nur absolute Top-Kunden erhalten.und die ausschließlich auf Einladung der ausstellenden Bank erhältlich ist. Nur Visa hat derzeit noch keine derartigen Kreditkarten, also „Platinum” oder noch höher im Angebot.

Sehr exklusive Privilegien vor allem für Velreisende, aber auch sehr hohe Jahresgebühren hat der Inhaber einer solchen absoluten „Premium-Karte” zu erwarten,

Dann ist auch noch die so genannte „Corporate Card” auf dem Markt, die speziell für Mitarbeiter von großen Unternehmen mit eigenen Abrechnungsmodalitäten ausgegeben wird.

In einer Kooperation mit Nichtbanken werden seit dem Ende der 1980-er Jahre und seit Anfang der 1990-er Jahre kartenausgebenden Geldinstituten weiterhin die so genannte „Affinity Card” und „Co-Branding Card” ausgegeben. Diese haben meist entsprechend angepasste Kartenleistungen auf und auch meist ein spezielles auf den Affinity- oder CoBranding-Partner ausgerichtetes Kartendesign. Beispielsweise gibt die Bayerische Landesbank in Zusammenarbeit mit der Lufthansa die Lufthansa-Kreditkarte, eigentlich besser als „Lufthansa Miles & More”, heraus. Diese bietet neben speziell auf Reisen zugeschnittenen Zusatzleistungen (wie beispielsweise Versicherungen und Sonderkonditionen) auch eine Meilensammelfunktion, was bedeutet, dass der Kunde je einen Euro Umsatz eine Flugmeile im Kundenbindungs-Programm der Lufthansa „Miles & More” gutgeschrieben bekommt.

Durch diese der heutigen Zeit gemäßen Produkte und einen sehr intensiven Wettbewerb hat das Kreditkartengeschäft erhebliche Ausmaße angenommen. Im Jahr 2003 wurden die damals vorhandenen knapp 2 Milliarden Kreditkarten der fünf international tätigen Kreditkartenorganisationen bereits über 57 Milliardenmal eingesetzt. Das Abrechnungsvolumen mit den Kreditkarteninhabern betrug im Jahr 1999 bereits 4.744 Milliarden US-Dollar.

Im Lauf der Jahre wurde das Kreditkartengeschäft immer internationaler. Bis ins Jahr 1990 wurden die meisten Kreditkarten mit internationaler Einsetzbarkeit in den USA ausgegeben. Erst ab dem Jahr 1991 gibt es auch in den anderen Ländern mehr derartige Kreditkarten als innerhalb der USA.

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